Kreuzfahrt in Italien

Italien war seit alters her eine von Seefahrern verschiedener Völker bewohnte Halbinsel. Die Häfen Italiens sind ebenso facettenreich wie die kulturelle Vielfalt des Landes, bis heute besitzen sie ihren historischen Charme. Auf Kreuzfahrten von Hafen zu Hafen sind die alten Villen und Hafengebäude in ihren unterschiedlichen Baustilen bis heute zu bewundern.

Italien

Herausragende Häfen im Norden: Genua – Venedig – Triest

Der Hafen Genuas zeigt mit seinen alten Herrenhäusern und Wohnbauten der Handelsleute sein Erscheinungsbild von einst. Hinter der Altstadtlinie ragen nur wenige mondäne Hochhäuser empor, Genua hat seinen alten Charakter bewahrt.

Venedig hingegen hat selbst im Stadtkern sein Äußeres kaum verändert, für die Renaissancevillen der damaligen Kaufleute scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Viele dieser luxuriösen Bürgerhäuser und dynastischen Bauten werden heute von Künstlern bewohnt. Die Stadt der Brücken und Gondeln zeigt vereinzelt eine gewisse Modernität, die jedoch bewusst verhalten bleibt.

In Triest hat das imperiale Habsburger Reich seine Spuren hinterlassen, Schlösser auf teils begrünten Felsen, die schroff und kahl aus dem Wasser ragen, empfangen Schiffsreisende. Erst nach einer Weiterfahrt offenbaren sich die Prachtvillen und reihen sich aneinander an.

Häfen der West- und Ostküste: Piombino und Ancona

Eine der schönsten Stationen von Kreuzfahrten ist die Bucht von Piombiono. Der schmale toskanische Landbogen, der gegenüber der Insel Elba liegt, hebt sich mit seinen schneeweißen Anwesen alter Dynastien augenfällig von dem türkisblaue Wasser ab. Die Sedimente des Mittelmeeres färben an jener Stelle das Wasser in makellose Blautöne.

Ancona, im Osten Italiens, wirkt beinahe wie das Gegenstück zu Piombiono. Vorbeifahrende Schiffe blicken auf eine Altstadt entlang der Kais. Jene altstädtischen Steinfassaden der Domizile reicher Redereibesitzer und Händler erstrahlen in frappantem sonnengelb. Die einst illyrische Hafenanlage hat ihr antike Flair zweifellos bewahren können.

Häfen des mediterranen Südens: Neapel – Brindisi – Palermo

Die berühmte Vesuv-Stadt zeigt vor den Hafenanlagen die klassizistischen Fassaden wohlhabender Bürger und einstiger Adelsherren. Neapel hat sich in puncto Architektur nicht wesentlich von seinen versunkenen Schwesternstädten Pompeji und Herculaneum entfernt. Jener Baustil, die Straßenplanung und der Weinanbau auf Vulkanerde sind nach wie vor Tradition.

Wer in Brindisi und Palermo solch prächtige Villen vorfinden möchte, muss sich von den Yachthäfen entfernen und die alten Docks mit deren Altstädten aufsuchen. Die Routen von Kreuzfahrten führen an den großen Hafenanlagen vorbei und erlauben einen Blick auf das eine oder andere Prachtgebäude.

Das ursprüngliche Italien lässt sich am Baustil der Hafengebäude noch erahnen, die Yachthäfen hingegen sind neueren Datums und zeigen meist Bauten der Gegenwart.